„Wolftal-Erlebnis-Waldfreibad“ – CDU-Kreisvorstandschaft zeigte sich beeindruckt vom neuen Schapbacher Kleinod

CDU-Kreisvorstände informierten sich vor Ort über das neue Schwimmbad – Sägewerksbesitzer Stefan Schmid schilderte die aktuellen Probleme eines regionalen mittelständischen Sägewerksbetriebs

Schapbach (pl) Sehr beeindruckt vom neuen „Wolftal-Erlebnis-Waldfreibad“ in Schapbach zeigte sich die CDU-Kreisvorstandschaft mit der Landtagsabgeordneten Katrin Schindele bei der Besichtigung. Das Kleinod wurde unter hohem Engagement der Gemeindeverwaltung für die Freigabe von Fördergeldern und mit dem Beitrag von 4.500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden plus einer großen sechsstelligen Finanzspritze durch den Förderverein ermöglicht, schilderte Bürgermeister Bernhard Waidele mit spürbarer Begeisterung für das Projekt. Die liebevoll gestaltete Anlage nahe an Wolfbach und Wald bietet von den 25-Meter-Bahnen über Whirlpool- und Wassermassagebereich auch Attraktionen für die Kinder jeden Alters, von der Wasserrutschbahn bis zum schiffchengeeigneten „Bächle“ für die Kleinsten. Sobald die derzeit in Bau befindliche Photovoltaikanlage in Betrieb geht, ist das Schwimmbad energieautark und kann sogar noch Energie ins allgemeine Stromnetz einspeisen. Schindele machte eigens darauf aufmerksam, dass es sich bei diesem erfolgreichen Projekt um landkreisübergreifenden Einsatz handelt, von dem der ganze Tourismusbereich „Oberes Wolfstal“ profitiert.

 Außerdem erläuterte Sägewerksbesitzer Stefan Schmid den CDU-Kreisvorständen, wo es im Holzbereich gerade unter den Nägeln brennt. Der Holzmarkt ist weltweit durch enorme Preisschwankungen aus den Fugen geraten, was die Geschäfte für alle an der Holzkette Beteiligten, vom Sägewerk über den Holzbau hin zum Bauherr sehr unberechenbar macht. Der Bauherr ist in Teilen durch die hohen Rohstoff- und Baupreise am Limit, in Teilen sogar überfordert, was zum Stornieren von Bauaufträgen führt. Schmid machte sehr deutlich, dass gerade die heimische Holzwirtschaft ein sehr großes Interesse an Nachhaltigkeit hat. „Meine Vorfahren haben vom Wald gelebt und ich hoffe, dass meine Nachfahren ebenfalls von ihm leben können.“ Wenn dann kritische Stimmen Holzeinschläge in Fotomaterial regelrecht wie „Schlachthausszenen“ aufbereiten, entspreche dies nicht der gelebten Realität über viele Jahrzehnte, egal ob im Privatwald oder im Staatsforst. Holz als Baumaterial kann 100 Jahre und mehr ein Haus halten, nach dem Abbruch kann es problemlos verfeuert und sogar noch in Wärme umgewandelt werden, „mit welchem Baustoff können Sie das sonst noch machen? Mit Beton sicher nicht!“ Schmid selbst ist im Nationalparkbeirat und bringt hier auch die konstruktiv kritischen Punkte aus der Sägeindustrie und auch als Bürger aus der Region ein. „Der Beteiligungsprozess muss besser werden als das in der Vergangenheit war“. Das Spannungsfeld aus Wald als Lebensraum, Rohstoff und Naherholungsgebiet wurde ausführlich im CDU-Vorstand diskutiert.